|
Geschichte
Erwähnungen von Grand Fontanille gibt es seit mehreren Jahrhunderten in den Chroniken, selbst wenn einige Jahrhunderte für die geschichts-reiche Provence wenig erscheinen. Auch die erhaltenen Gebäude, die teilweise aus dem 17ten Jahrhundert stammen, weisen auf diese lange Geschichte hin. Der Weinbau in Grand Fontanille hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. Wann zum ersten Mal Wein angebaut wurde, läßt sich nicht mehr bestimmen. Sicher ist aber, daß der hergestellte Wein zumindest regional einen sehr guten Ruf hatte. Es gibt noch heute Einwohner des nahegelegenen St. Etienne-de-Grès, die sich des hervorragenden Rotweins von Grand Fontanille aus den 30er und 40er Jahren erinnern. Nach dieser Zeit ging es mit dem Weinbau bergab, durch Erbstreitigkeiten verwilderten die Weinfelder, eine düstere, mehrere Jahrzehnte dauernde Zeit war über Grand Fontanille gekommen. Erst in den 80er Jahren änderte sich der Zustand dramatisch. Fred Leuschner aus Hamburg kaufte Le Grand Fontanille, welches sich in einem erbärmlichen Zustand befand. Er ließ die Gebäude von Grund auf renovieren und restaurieren. Durch seine lang gehegte Liebe zur Landwirtschaft, die sich unter anderem auch in der Erhaltung eines Gutes in Schleswig-Holstein zeigte, ließ Fred Leuschner die Weinfelder neu anpflanzen und stellte sich der Herausforderung, an die alte Weintradition des Weingutes anzuknüpfen. Von Anfang an wurden die 4 ha großen Weinfeldern nach bewerten biologisch-ökologischen Verfahren durch erfahrene Mitarbeiter und mit Betreuung durch anerkannte Önologen auf den von der provencalischen Sonne beschienenen Feldern bewirtschaftet. Es sind es die Trauben Grenache, Cabernet-Sauvignon und Syrah, die für die Rotweinherstellung verwendet werden. Durchschnittlich werden pro Jahr ca. 15.000 Flaschen Rotwein produziert, die sowohl lokal als auch heute überwiegend im Ausland verkauft werden. Ein Teil des Rotweins wird inzwischen in 'barriques' ausgebaut. Das Weingut wird inzwischen von Ivo Leuschner geführt.
|